25.05.2021 | Aktuelles

Wie alles begann

Wie alles begann

30 Jahre Ginzinger electronic systems

2021 feiert Ginzinger electronic systems sein 30jähriges Bestehen. Zeit, um kurz innezuhalten und einen Blick auf die Anfänge zu werfen.


Herbert, wie hat damals alles begonnen?

Herbert Ginzinger: Nach der HTL-Matura 1979 arbeitete ich in einem kleinen Engineering-Büro, danach einige Jahre als Auftragsbearbeiter bei einem Unternehmen, das Komponenten für die Auto- und Unterhaltungselektronik fertigte. Dort lernte ich sehr viel über Kunststoffspritzguss, Stanztechnik und über Serienproduktion mit hohen Stückzahlen. 1986 begann ich als Hardwareentwickler bei der Wintersteiger AG in Ried/Innkreis zu arbeiten.

1991 beschloss ich, mich selbstständig zu machen, und gründete „Ginzinger Engineering“. Angefangen bei mir zuhause in der Garage mit meiner Frau, kamen bald die ersten Mitarbeiter dazu, und es wurde der Platz knapp. Wir übersiedelten 1995 nach Weng im Innkreis in eine ehemalige „Kroamerei“, mieteten nach und nach weitere Räumlichkeiten und Gebäude im Ort an, bis wir 2007 das Firmengebäude im Gewerbegebiet in Weng errichteten.

 

Warum bist du Unternehmer geworden?

Herbert Ginzinger:
Das kann ich nicht logisch beschreiben, es ist eine starke innere Kraft, die einen dazu treibt. Genau weiß ich es aber bis heute nicht *lacht*. Fakt ist, ich hatte bereits in der HTL eine große Affinität zur Elektronikentwicklung. Auch die Selbstständigkeit der Eltern hat, denke ich, dazu beigetragen, diesen Weg einzuschlagen.

 

 

 

2020 war das bisher erfolgreichste Geschäftsjahr. Hast du damals geglaubt, dass der Betrieb sich so entwickelt, wie er jetzt ist?

Herbert Ginzinger: Ja. Daran habe ich immer geglaubt. Die Tendenz zum Wachstum war immer da und ist auch nach wie vor ungebrochen. Stolz bin ich nicht. „Dummheit und Stolz wachsen auf einem Holz“, lautet ein Sprichwort. Aber ich bin froh, dass sich alles so entwickelt hat, wie es jetzt ist, dass mehr Entscheidungen richtig waren als falsch. Es gehört auch immer eine Portion Glück dazu. Glück, Dinge machen zu können, die einen interessieren, und Glück dabei, andere zu treffen, die auch gerne das tun, was sie tun. Dann kann man gemeinsam vieles erreichen.

 

Du arbeitest an der schrittweisen Übergabe des Unternehmens an deine Tochter Tanja und an Michael Berger. Du bleibst vorerst auch Geschäftsführer. Wann geht's in den Ruhestand?

Herbert Ginzinger:
Der offizielle Eintrag ins Firmenbuch mit Tanja, Michael und mir als Geschäftsführer erfolgte bereits. Die nächsten Schritte liegen in der kontinuierlichen Übergabe von Verantwortung in den einzelnen Bereichen, damit Tanja und Michael in ihre Aufgaben reinwachsen. Dabei begleite ich die beiden gerne und so lange, wie ich einen sinnvollen Beitrag leisten kann. Ein fixes Datum, an dem ich „und tschüss“ sage, wird es nicht geben. Die Pensionierung ist für mich KEIN Lebensziel und ein kompletter Rückzug derzeit nur schwer vorstellbar *grinst*.

 

Welche Änderung erwartet die Kunden durch die Erweiterung der Geschäftsführung?

Herbert Ginzinger:
Das Unternehmen bleibt eigentümergeführt, die Verantwortlichkeiten verteilen sich nun allerdings auf mehrere Personen. Tanja übernimmt die Verwaltung, die Entwicklung, den Vertrieb und das Qualitätsmanagement. Michael wird die Bereiche Produktion, Einkauf und Qualitätssicherung verantworten. Beide sind bereits seit Jahren im Unternehmen in verantwortungsvollen Positionen tätig.

 

Lieber Herbert, danke für das Gespräch!

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