23.09.2020 | Aktuelles

Praktikum in der Softwareentwicklung

Praktikum in der Softwareentwicklung

Simon Hitzginger über sein Ferialpraktikum bei Ginzinger

Schon zu meiner Zeit an der HTL Braunau bot sich mir die Möglichkeit, Ginzinger electronic systems kennen zu lernen: Mit meinem Maturaprojekt, einem humanoiden Roboter, durfte ich sie zur „Embedded World“, der Weltleitmesse für Embedded Systeme in Nürnberg begleiten.

Simon Hitzginger

Simon Hitzginger


Hier konnte ich erste Blicke hinter die Kulissen werfen. Zwei Jahre später, mittlerweile Student an der TU Graz und auf der Suche nach einem Sommerjob, nahm ich wieder Kontakt auf und konnte einen Platz für ein vierwöchiges Ferialpraktikum in der Softwareentwicklung ergattern.

Wer schon einmal einen Ferialjob hatte, weiß, dass diese paar Wochen im Sommer häufig aus Akten schreddern, Dateneingabe in Excel, oder aus ein paar Knopfdrücken alle paar Minuten bestehen. Bei Ginzinger electronic systems war das anders. Meine Aufgabe bestand darin, ein bestehendes Projekt um ein zusätzliches Modul zu erweitern.

Simon auf der Embedded World 2018 mit "Steve"

Simon auf der Embedded World 2018 mit "Steve"

 

Konkret ging es darum, einen STM32-Mikrokontroller, welcher als Steuereinheit eines größeren Systems dient, über eine serielle Schnittstelle mit einem zweiten Mikrocontroller (einem ESP32) kommunizieren zu lassen, welcher ein WLAN-Modul an Board hat.

Dieses WLAN-Modul wird dafür genutzt, einen Access Point zu öffnen. Endgeräte, die mit diesem verbunden sind, können auf ihrem Browser eine Website öffnen, welche sämtliche wichtigen Daten des Systems anzeigt. Idealerweise sollte es sich um eine dynamische Seite handeln, um die Daten automatisch aktualisieren zu können.

Wer aus der Mikrocontrollerwelt kommt, hat zwar vermutlich einen groben Plan, worum es geht und wie man es umsetzen könnte. Ich war allerdings erst mal überfordert. Doch dank der geduldigen Einschulung meines Betreuers Johannes am ersten Arbeitstag wurde aus Überforderung ganz schnell ein motivierendes Level an Forderung. Er zeigte mir, wo ich anfangen konnte, was zu erarbeiten war und worauf ich achten musste. Danach ließ er mich selbstständig arbeiten. Zusammen mit seinen Kollegen war er immer für Rückfragen zur Stelle.

In regelmäßigen Abständen erhielt ich Feedback und Ideen für Verbesserungen. Ansonsten konnte ich mich im Projekt frei entfalten.

Simon in der Entwicklung

Simon in der Entwicklung

 

Genau so sollte meiner Meinung nach ein Ferialpraktikum sein. Durch die perfekte Balance zwischen eigenständigem Arbeiten und helfenden Händen konnte ich in den wenigen Wochen sehr viel zu verschiedenen Themen lernen.

Vom Aufbau des Mikrocontroller-Betriebssystems, über C-Programmierung, bis hin zur dynamischen Webseiten- und Server-Entwicklung war alles dabei. Auch die Hintergrundinfos zum allgemeinen Entwicklungsprozess von Projekten sind eine wertvolle Erfahrung. Und, was noch wichtiger war: Ich konnte diese Zeit wirklich genießen.

 

Für einen Ferialjob, bei dem man angemessen gefordert ist, selbstständig arbeiten kann und der einem die Möglichkeit gibt, seine eigenen Ideen einzubringen und umzusetzen, steht man morgens tatsächlich gerne auf.

Ich möchte mich abschließend ganz herzlich bei meinen Kollegen aus der Entwicklungsabteilung für das angenehme Arbeitsumfeld bedanken. Ein besonderes Dankeschön geht an meinen Betreuer Johannes Unfried. Vielen Dank für deine geduldigen Erklärungen und den tollen Praktikumsablauf.

Simon Hitzginger

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