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05.09.2017 | Aktuelles

Hightech-Türen nicht nur für die Katz'

Verwendete Tags:
Elektronik
Embedded System
Smart Home

Hightech-Türen nicht nur für die Katz'

Im Gespräch: Klaus Kindl, Geschäftsführer der petWALK Solutions GmbH

Wenn Werbung stimmt, dann würden Katzen bekanntlich Whiskas kaufen. Kein Werbeslogan, aber mit Zahlen belegbar: In 28 Ländern weltweit gehen Katzen und Hunde aus und ein – und zwar dann, wenn die Tiere das wollen –, ohne Hilfe von uns Menschen. Diesen Vorteil – und noch einige mehr – bieten die hochwertigen petWALK-Türen. Wir sprachen mit Klaus Kindl, Geschäftsführer der petWALK Solutions GmbH, Erfinder dieses Hightech-Produktes und mehrjähriger Kunde von Ginzinger electronic systems. 

 

Herr Kindl, wie kommt man auf die Idee, Hightech-Türen für Tiere zu entwickeln?

Herr Kindl: Aus leidvoller Erfahrung, die jeder Tierbesitzer macht. Bei uns waren es drei Katzen, die nervten, weil sie immer dann raus oder rein wollten, wenn's gerade nicht passte. So habe ich im Jahr 2009 für mein Passivhaus eine Tierklappe gesucht. Dabei war ich überrascht, dass es keinen Anbieter von Tiertüren für Passivhäuser gab. Das hat meine unternehmerische Phantasie angeregt und mich motiviert, diese Marktlücke zu schließen. 

 

Wie verlief diese Produktentwicklung, wie lange hat das gedauert?

Herr Kindl: Am Anfang dachte ich mir, das kann doch nicht so schwierig sein, eine Tiertür für ein Passivhaus zu entwickeln. Doch schon bald merkte ich, wie komplex und technisch heraus-fordernd mein Vorhaben war. Rasch war klar, dass ich professionelle Partner brauchte. Und wie so oft im Leben kommt manchmal Glück hinzu. Denn mein damaliger Industriedesigner empfahl die Firma Ginzinger, die ich nicht kannte. Schon nach meinem ersten Gespräch war mir klar, mit Herrn Ginzinger einen verlässlichen und kompetenten Partner gefunden zu haben. Wir haben uns von Anfang an verstanden. Insgesamt dauerte die Entwicklung von 2010 bis 2013, verbunden mit vielen Gesprächen, Irrwegen und einem letztlich erfolgreichen Ende.

 

Klaus Kindl

Klaus Kindl

Bei jeder Entwicklung müssen die Endanwender bedacht bzw. eingebunden werden – wie sah das in Ihrem Fall aus, in dem es galt, mit Katzen „zusammenzuarbeiten”? 

Herr Kindl: Ich habe schon unsere drei Katzen erwähnt, wobei Kater Gonzo eine ganz spezielle Rolle bei der Produktentwicklung spielte. Er wurde immer wieder bei der Produktentwicklung ein-gesetzt. Und dies bis ins hohe Katzenalter von 21 Jahren. Außerdem arbeiteten wir eng mit Tierhäusern zusammen, um zu sehen, wie Katzen unsere Lösungen akzeptieren.

 

Das heißt, Sie entwickelten anfangs Türen nur für Katzen?

Herr Kindl: Ja, richtig. Erst in der zweiten Phase kamen Türen für Hunde dazu. Der Unterschied liegt lediglich in der Türgröße, die technischen Anforderungen sind aber gleich.

 

Welche Anforderungen werden an eine Tiertür für Passivhäuser gestellt? Welche Fragen werden in den Kundengesprächen als erste gestellt?

Herr Kindl: Klar, wenn Sie eine Tiertür in ein Passivhaus einbauen, kommt das Thema Wärmedämmung immer ins Spiel. Eine ebenso immer wieder gestellte Frage lautet: „Gelangen da andere Tiere auch ins Haus?" Wichtig ist auch das Thema Sicherheit. Logischerweise muss daher eine Tiertür einbruchssicher und mit einem Alarmsystem ausgestattet sein. Alle diese Kundenwünsche und technischen Vorgaben machten die Produktentwicklung so herausfordernd. Denn im Grunde muss eine petWALK-Tür dieselben hohen technischen Anforderungen und Kundenwünsche erfüllen wie eine hochwertige Haustür. Lediglich in der Größe liegt der Unterschied.

 

Werden Ihre petWALK-Türen vorrangig in Neubauten installiert oder können auch bestehende Wohnungen bzw. Häuser nach- gerüstet werden?

Herr Kindl: Das hält sich fast die Waage. Aber natürlich ist es einfacher bei einem Neubau, gleich das erforderliche Loch für unsere petWALK-Tür einzuplanen. Unsere petWALK-Türen sind fast überall einzubauen, egal ob Wand, Glas oder Tür.

 

Sie erwähnten die Frage Ihrer Kunden, wie verhindert werden kann, dass fremde Tiere durch die Tür ins Haus gelangen. Welche Lösungen bieten Sie da an?

Herr Kindl: Die Katzen und Hunde öffnen und schließen die petWALK-Tür selbst. Das funktioniert, weilpetWALK-Tiertüren sowohl implantierte als auch externe Tier-ID-Chips als Hausschlüssel nutzen. So können nur die eigenen Tiere die petWALK-Tür zu festgelegten Zeiten benützen, und unerwünschte „Gäste” bleiben draußen.

 

Ist es schon passiert, dass eine Katze oder ein Hund die petWALK-Tür nicht akzeptiert?

Herr Kindl: Nein, das ist noch nie vorgekommen. Wir exportieren unsere Tiertüren in 28 Länder weltweit. Bis heute hat noch kein einziger Tierbesitzer die gekaufte Tür zurückgeschickt. Die Tiere lernen sehr schnell, wie die petWALK-Tür funktioniert.

 

Noch ein Blick in die Zukunft. Wie funktioniert die petWALK-Tür in fünf Jahren?

Herr Kindl: Diese Frage passt sehr gut, da wir derzeit mit der Firma Ginzinger electronic systems ein Entwicklungsprojekt gestartet haben, das unter der Überschrift „Internet of things” steht. Da tun sich ganz neue Chancen auf, sowohl für unsere firmeninterne Wartungsprozesse als auch für neue Kundenwünsche. Stichwort: smart home.

 

Herr Kindl, danke für das Gespräch!

 

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