12.12.2019 | Aktuelles

Elektronik für die kleinste 5-Achs-Fräse der Dentalwelt

Elektronik für die kleinste 5-Achs-Fräse der Dentalwelt

Ginzinger unterstützt DMU bei der Industrialisierung

Die DMU (Dental Manufacturing Unit) GmbH mit Sitz in Salzburg realisiert anspruchsvolle CNC Technologie und bietet präventive Instandhaltung und Softwareentwicklung.

DMU entwickelt außerdem Spezialmaschinen für die Bearbeitung von Zahnrohstoffen.

Bei der Industrialisierung einer innovativen Mini-5-Achs-Fräsmaschine – der kleinsten der Welt - setzt DMU auf die Kooperation mit Ginzinger electronic systems.

 

 

 

Es begann mit der Erfindung der kleinsten 5-Achs-Fräsmaschine der Welt für die Dentalmedizin. Das Salzburger Start-Up DMU GmbH entwickelte diese 2015 bis zur Serienreife. Um die Anpassungen vom Prototypen hin zum fertigen, industrietauglichen Produkt vorzunehmen, waren Änderungen an der bisher verwendeten Proof-of-Concept-Elektronik notwendig. Der Druck zur Finalisierung des Produkts war enorm, da eine Vorstellung auf der größten Dentalmesse der Welt im Frühjahr 2017 geplant war. Daher beauftrage DMU im Mai 2016 Ginzinger electronic systems mit der Optimierung und Integration der elektronischen Komponenten.

DMU Board

DMU Board

 

Der Projektstart erfolgte umgehend. Die Hardware der Prototypen war ursprünglich auf viele Platinen mit hohem Verdrahtungsaufwand ausgelegt. In der Serienproduktion wäre dieser nicht tragbar. Das Ziel war daher, alle Funktionen auf zwei Platinen neu zu integrieren und so zu designen, dass diese ideal an das Fräsmaschinengehäuse angepasst und thermisch gesichert sind.

 

Die beengte Raumsituation durch die Kompaktheit der Minfräse stellte das Design vor einige Herausforderungen. Die Konzeption der IO Platine war zeitintensiver als gedacht. Und durch die Streuung der Parameter bei einer Flüssigkeitspumpe gab es sporadische Ausfälle. DMU konnte hier mechanisch eingreifen und optimieren. Zusätzlich versuchte das Team von Ginzinger mittels der Softwaretreiber am IO Board eine verbesserte Ansteuerung der Pumpe zu erreichen.

 

Andreas Pfeiffer, DMU Kundenberater

Andreas Pfeiffer, DMU Kundenberater

 

 

 „Da bei Ginzinger Softwareentwickler und Hardwaredesigner sehr eng zusammenarbeiten, werden Problemstellungen in ihrer Gesamtheit untersucht und Lösungen gesucht“, sagt Andreas Pfeiffer, Leiter der Kundenbetreuung bei Ginzinger electronic systems. „Im Team fand man die optimale Lösung und unterstützte den Kunden bei der weiteren Optimierung seiner Lieferkette“.

 

 

 

Ginzinger arbeitet in vielen Projekten mit einer eigenen Embedded Run-Time auf Microcontrollerbasis. Diese vereinfacht die Entwicklung, Tests und Serienproduktion und arbeitet seit vielen Jahren robust in zigtausenden ausgelieferten Geräten. Auch DMU setzt diese Run-Time als Plattform für die Softwareentwicklung auf dem IO-Board ein. Das Anwendungs-KnowHow bleibt damit gänzlich bei DMU, die Implementierung der Software und das komplexe Ablaufmanagement setzen auf die beständige Ginzinger Firmware.

 

 

DMU Board

DMU Board

 „Microcontroller sind aus modernen elektronischen Komponenten nicht mehr wegzudenken“, sagt Andreas Pfeiffer, „doch anstatt diese immer wieder mühsam bare-bone zu programmieren und das Rad neu zu erfinden, bewährt sich eine schlanke Run-Time-Firmware über den gesamten Lebenszyklus der Elektronik. Man setzt auf ein robustes, tausendfach bewährtes Fundament, vereinfacht die Entwicklung mittels schlüsselfertiger Bibliotheken, kann sich bei der Wartung der Plattform auf einen erfahrenen Partner verlassen und bekommt darüberhinaus Testroutinen auf IO-Ebene frei Haus mitgeliefert. Eine große Erleichterung für jeden Projektbeteiligten und eine wesentliche Reduktion der Gesamtkosten.“

 

Durch das gemeinsame Projekt entstand eine enge Zusammenarbeit zwischen DMU und Ginzinger electronic systems. Optimierungen und Erweiterungen am Produkt werden weiterhin laufend gemeinsam durchgeführt.

DMU Geschäftsführer Martin Huber und Alfons Woermer

DMU Geschäftsführer Martin Huber und Alfons Woermer

„Wir freuen uns, dass wir mit Ginzinger electronic systems einen verlässlichen Partner, noch dazu ganz in der Nähe, gefunden zu haben, der uns sehr rasch und auch unbürokratisch bei der Realisierung unserer Ideen geholfen hat.“, sagt Martin Huber, technischer Geschäftsführer von DMU GmbH. „Die Erfahrung, aber auch viele neue Ideen der Ginzinger Techniker, haben wir gerne in unsere  Produktentwicklung aufgenommen. Auf dieser Basis konnten wir uns auch freispielen, um uns auf unseren Kundennutzen zu konzentrieren“.

 
 

Künftig wird die 5-Achs-Fräsmaschine in vierstelligen Stückzahlen produziert und weltweit an Zahnärztinnen und Dentallabors geliefert.

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