05.02.2020 | Aktuelles

Eine saubere Sache

Eine saubere Sache

Im Gespräch mit Gerlinde Fink

In jeder Institution und in jedem Betrieb gibt es Personen, deren Aufgabengebiete sehr wichtig sind, deren Arbeit aber eher im Hintergrund passiert und nicht direkt wahr genommen wird. So einen Job macht Gerlinde Fink bei Ginzinger electronic sytems: Sie ist Raumpflegerin aus voller Überzeugung. Zusammen mit ihrer Kollegin Melanie Bader sorgt sie seit über neun Jahren täglich für staubfreie Schreibtische und Arbeitsplätze, saubere Fußböden und blitzblanke Sanitäreinrichtungen.

Gerlinde Fink

Gerlinde Fink



Gerlinde, du und deine Kollegin sorgen dafür, dass sich jeder an seinem Arbeitsplatz wohlfühlt. Macht dir deine Arbeit Spaß?
Gerlinde: Total! Das habe ich schon immer gern gemacht, beruflich und auch im Privaten. Man fühlt sich einfach gut, wenn man nach getaner Arbeit den direkten Erfolg sieht und alles sauber und ordentlich ist. Außerdem ist die Arbeit abwechslungsreich. Das selbstständige Arbeiten ist einfach schön und zufriedenstellend. Für mich und hoffentlich auch für die Arbeitskollegen.



Was haben die Kunden deiner Meinung nach von der Sauberkeit im Unternehmen?
Gerlinde: Ich würde sagen, so wie die Sauberkeit einer Toilette in Restaurants meistens auf die Sauberkeit und Hygiene in der Küche Rückschlüsse zulässt, so ist es auch in einer Firma. Wenn Wert auf Ordentlichkeit und Reinheit gelegt wird, kann ich als Kunde auch davon ausgehen, dass mit meinen Geräten bzw. Produkten behutsam und vorschriftsmäßig umgegangen wird.

Melanie Bader und Gerlinde Fink

Melanie Bader und Gerlinde Fink





Schon oft kam von Besuchern im Haus positives Feedback, dass unser Betrieb auffallend sauber und ordentlich ist. Freut dich das?
Gerlinde: Ja, natürlich – das macht einen stolz, wenn die Sauberkeit externen Besuchern ins Auge sticht. In einem Produktionsbetrieb ist das ja eher selten. Und nachdem die Bauteile,
die wir bestücken, nicht viel größer sind als Staubpartikel, ist Top-Qualität für unsere Kunden nur durch Top-Sauberkeit möglich.


Was muss man mitbringen, um eine „gute Putzfrau“ zu sein? Und welche Tätigkeit magst du persönlich am liebsten?
Gerlinde: Ich glaube, es geht vor allem um die Erfahrung. Je länger und öfter man putzt, desto genauer wird man, und man bekommt ein Gefühl dafür. Aber man muss schon sehr ordnungsliebend sein, sonst würde es, glaube ich, nicht nicht funktionieren. Man braucht schon „ein Auge dafür“. Am meisten Spaß macht mir das Fensterputzen. Viele mögen das ja gar nicht, aber ich mache das sehr gerne.
Da trifft es sich gut, dass es bei uns auch einige große Glasflächen gibt (lacht).


Benötigst du bei Ginzinger spezielle Arbeitsmaterialien/ Berufsbekleidung?
Gerlinde: Auf den ESD-Schutz muss auf jeden Fall Rücksicht genommen werden. Hierzu haben wir spezielle Reinigungsmittel und Mikrofasertücher. Auch die Handschuhe und das Putzwagerl sind ESD-gerecht. Da aber ohnehin die meisten Bereiche in der Firma ESD-mäßig ausgestattet sind, also nicht nur die Produktion und Entwicklung, müssen wir hier nicht zweigleisig arbeiten. Und ESD-Kleidung und -Schuhe bekommt jeder Mitarbeiter bei Jobantritt.


Ärgert es dich, wenn der Beruf Putzfrau als „niedere Tätigkeit“ dargestellt wird?
Gerlinde: Überhaupt nicht. Für meine Arbeit brauche ich mich sicher nicht zu schämen. Sauberkeit hat für fast jeden einen hohen Stellenwert und kommt nicht von selbst. Es ist eine körperlich sehr anstrengende Arbeit, nach der man daheim weiß, was man den Tag über geleistet hat. Außerdem ist es eine Tätigkeit, die auch in Zukunft manuell ausgeübt werden muss. Denn das Putzen wird sich der Technisierung auch weiterhin widersetzen. Die menschliche Hand und das menschliche Auge putzen einfach am besten und effektivsten.


Was möchtest du deinen Kollegen oder auch den Lesern mitgeben, damit dir und deinen Berufskollegen die Arbeit erleichtert wird?
Gerlinde: Wenn alle Kollegen ein bisschen mitdenken und mithelfen, dann ist es für uns schon viel leichter. Zum Beispiel beim Bodenwischen sind alle schon sehr „brav“ und ziehen schon unaufgefordert die Schuhe aus, wenn sie mich sehen. Grundsätzlich kann man sich an folgende Regel halten: Alle Mitarbeiter sollen sich bei uns fühlen wie zu Hause, aber nicht aufführen wie zu Hause (lacht).


Gerlinde, vielen Dank für das Gespräch!

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