13.11.2019 | Fachthema

Auf dem Qt World Summit in Berlin

Auf dem Qt World Summit in Berlin

Entwicklungen mit Qt (kju:t)

Mario Salhofer, Kundenberater bei Ginzinger electronic systems, besuchte den Qt World Summit 2019 vom 4. bis 6. November 2019 in Berlin. Gemäß dem Qt Slogan "The future is written with Qt" wurden beim größten Treffen der Qt Community in Deutschland viele zukunftsweisende Deep-Dive Workshops, Trainings und Key-Notes quer durch alle Branchen geboten.

 

Das markante Grün des Qt Logos war in den letzten Wochen ein stetiger Begleiter von Mario Salhofer. Zuerst beim Nachmittagsseminar von Ginzinger electronic systems gemeinsam mit Partner Felgo am 23. Oktober 2019 zum Thema „Applikationsentwicklungen“. Kurz darauf dann auch auf dem Qt World Summit in Berlin.

Die bekannte Dominanz der Automobilindustrie war dabei laut Mario Salhofer nicht mehr zu verspüren. Zwar stand mit den Unternehmen RIMAC und UNU wieder die E-Mobility im Vordergrund, doch blieben Branchengrößen wie Mercedes diesmal fern. Doch was ist Qt und was macht es so interessant für viele Embedded Entwickler?

 

Was ist Qt?
Qt bietet als Entwicklungsumgebung für embedded, mobile und Desktop ein breites Feld an Anwendungsmöglichkeiten. Basierend auf C++ Source kann in der eigenen Programmiersprache QML z.B. einfach & schnell eine grafische Applikation mit Anbindung an industrielle Bussysteme gebaut werden.

Mario Salhofer

Mario Salhofer

 

 


Qt verbreitet sich durch seine Industrietauglichkeit und Flexibilität kontinuierlich und setzt sich gerade bei grafischen Applikationen in der embedded Welt als "best practice" durch“, so Mario Salhofer. „Als zukunftsträchtige Entwicklungsumgebung setzt Ginzinger schon lange auf QT. Als freie Version ist sie Teil unserer embedded Linux Distribution GELin. Auch viele Kunden setzen Qt für Anwendungen ein.“

 

 

 


Kommende Trends


Viele interessante Key-Notes wurden in Berlin präsentiert.  Vom Automobilunternehmer Rimac aus Kroatien, der zeigte, wie man mit viel Begeisterung das schnellste Elektroauto der Welt bauen kann und Qt für das elektronische Armaturenbrett einsetzte (siehe Video), über Beiträge von LQ zu deren WebOS und Natalie Nahai, die über Dopamin und User Interfaces berichtete, bis hin zu Google und deren Pläne mit Chrome und WebApps.

 

Die wohl mit am spannendsten erwartete Präsentation war die von Lars Knoll, CTO von Qt.
Er schilderte die Pläne für die nächsten Jahre. In seiner Technologieroadmap für Qt 5.14 und 6.X sind dabei einige Neuerungen geplant:

  • Eine stark vereinfachte und einheitliche Umgebung für Qt quick 3D und 2D.
  • Qt für Microcontroller wird bereits als Beta ausgerollt. Sie bietet interessante Anwendungsmöglichkeiten (für Besitzer einer kommerziellen Qt Version)
  • Qt Marketplace - Hier werden Partnererweiterungen für Qt frei und kostenpflichtig angeboten. Das Partnerunternehmen von Ginzinger electronic systems, Felgo, ist hier schon ganz vorne mit dabei uns setzt als Launching Partner ihre Qt Erweiterung in den Shop.
  • Für Entwickler stellt die Umstellung von qmake auf cmake ab Version 6.0 eine interessante Neuerung dar. Generell werden ab 6.0 einige bekannte Paradigmen gebrochen und es wird keine vollständige Abwärtskompatibilität zu Qt 5.0 garantiert. Eine letzte Long-Term-Support-Version und ein Code-Cleaner für Inkompatibilitäten zwischen 5.x und 6.x sollen den Umstieg jedoch vereinfachen.

 

Mit Freude konnte Mario den großen Andrang bei den Ständen der Partnerunternehmen Felgo und Sequality sehen. Als einzige österreichische Aussteller waren sie in Berlin vertreten. Sequality zeigte als Showcase eine beeindrucken Dashboardanwendung für Autos, Felgo beeindruckte mit Demos zur Produktivitätssteigerung bei der Qt-Entwicklung. Auch plattformübergreifende Applikationsentwicklungen auf zwei DevKits von Ginzinger electronic systems konnten bestaunt werden.

 

Felgo Applikationsentwicklung

Felgo Applikationsentwicklung

Die Besucher waren schwer beeindruckt von der Leistungsfähigkeit des eingesetzten i.MX6 Single Prozessors. Die Demo zeigte, dass es auch auf einer langzeit verfügbaren, industriellen Plattform möglich ist, aufwändige 3D Renderings und sanfte Übergänge flüssig darzustellen.

Felgo beeindruckte bereits vor zwei Wochen die Teilnehmer beim Ginzinger Nachmittagsseminar in Weng zum Thema „Entwicklung von Cross-Plattform Applikationen auf Mobile und Embedded.


Die Teilnehmer staunten, als es in wenigen Minuten möglich war, eine einfache grafische Applikation zu erstellen, sowohl für Android, iOS, embedded als auch für Desktop.


Auf Youtube bekommt man in einem Recap Video noch einen kleinen Eindruck vom Event in Berlin. Ginzinger erwartet schon mit Spannung die Qt Neuerungen im nächsten Jahr und bedankt sich bei seinem Partnerunternehmen fürs dabei sein.


Zur Übersicht aller Ginzinger Dev Kits: >>Datenblatt<<
Homepage unseres Partners Felgo
Homepage unseres Partners Sequality

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