Aktuelles
Weißwurst & Technik
Am 16. April 2026 fand bei Ginzinger wieder die Technologie-Demo "Weißwurst und Technik" statt. Ziel des Events: Breites Interesse für aktuelle Technologien im Unternehmen wecken.
Tech-Demo für Mitarbeiter:innen
Ziel des Formats "Weißwurst & Technik" ist es, ein breites Interesse für aktuelle Technologien im Unternehmen zu wecken und einen angeregten Austausch zwischen den Abteilungen zu fördern. Damit sichern wir unserer Kundschaft den technologischen Fortschritt, indem wir neue Trends & Verfahren in Produktion und Entwicklung vorantreiben.
Vorgestellte Themen
Es gab wieder einen bunten Mix aus Themen, bestehend unter anderem aus folgenden Vorträgen:
- Aus der Qualitätssicherung: Wie erstellt man Schliffbilder?
- Technologieentwicklung: CI/CD: Plattform-Tests
- Softwareentwicklung:
-GELin Releases & Roadmap
-Verschlüsselung einfach erklärt - Hardwareentwicklung: Wissenswertes zu DDR Speicher, Marktentwicklung und Qualifizierung
- Innovation: Ginzinger ChatBot: OpenWebUI, LiteLLM, N8N und Co
Danach luden wir zum gemütlichen Austausch bei Weißwurst und Getränken ein. Wir freuen uns schon auf die nächste Runde im Herbst!
Details zu den Highlights:
Aus dem Metallurgie-Labor: Schliffbilder
Wie viel Technologiekompetenz in einem Schliffbild steckt, zeigte uns Alex aus der Qualitätssicherung in einer praxisnahen Präsentation. Schritt für Schritt führte er durch den gesamten Prozess.
Ausgehend vom präzisen Zuschnitt der Leiterplatte wird die Probe eingebettet, ausgegossen und ausgehärtet. Erst danach beginnt die entscheidende Feinarbeit: Auf der Schleifmaschine wird das Material kontrolliert Schicht für Schicht abgetragen, bis die relevanten Strukturen sichtbar werden. Jeder einzelne Schritt erfordert höchste Genauigkeit und abgestimmte Verfahren.
Das Ergebnis sind hochauflösende Schliffbilder, die tiefgehende Einblicke in Materialaufbau und Fertigungsqualität ermöglichen. Sie bilden eine zentrale Grundlage für verlässliche Analysen und robuste elektronische Systeme.
Verschlüsselung verständlich gemacht
Wie Verschlüsselung unseren Alltag schützt, zeigte uns Stefan aus der Softwareentwicklung in seinem kompakten Vortrag.
Von Cäsars Geheimschrift bis zu modernen Verfahren wie AES wurde klar: Verschlüsselung basiert immer auf dem Zusammenspiel von Methode und Schlüssel. Symmetrische Verfahren sind schnell und effizient, erfordern aber einen sicheren Schlüsselaustausch. Asymmetrische Verfahren lösen genau dieses Problem mit öffentlichen und privaten Schlüsseln – sind dafür jedoch deutlich langsamer.
In der Praxis kommt deshalb hybride Verschlüsselung zum Einsatz: schnell und gleichzeitig sicher. Ein bekanntes Beispiel ist das Schloss-Symbol im Webbrowser, das für geschützte Verbindungen steht. Die zentrale Erkenntnis: Verschlüsselung ist kein Spezialthema, sondern Grundlage für sichere Kommunikation – vom Smartphone bis zum Online-Banking.
DDR-Speicher verstehen und absichern
Wie komplex moderne Speichersysteme geworden sind, zeigte uns Stefan im Vortrag über DDR-Technologien, Qualifizierung und Marktentwicklung.
Von DDR2 bis DDR5 wird deutlich: Steigende Datenraten, unterschiedliche Spannungen und Latenzen sowie immer aufwendigere Trainingsmechanismen machen die Anbindung zunehmend anspruchsvoll. Während frühe Generationen noch einfach zu handhaben waren, erfordert DDR5 hochpräzises Finetuning – ergänzt durch Features wie On-Die-ECC oder integrierte Spannungsregelung.
Um diese Komplexität beherrschbar zu machen, setzt Ginzinger auf strukturierte Qualifizierungsverfahren. Tests wie Vref-Margin-Analysen, Temperaturzyklen und Dauerbelastungen stellen sicher, dass Speicher auch unter realen Bedingungen zuverlässig funktioniert. Gleichzeitig bleibt der Markt herausfordernd: schwankende Verfügbarkeit, steigende Preise und unsichere Lieferzeiten erfordern zusätzliche Aufmerksamkeit bei der Auswahl und Bewertung. DDR-Speicher sind längst ein kritischer Faktor für Performance, Stabilität und Versorgungssicherheit moderner Systeme.
KI praxisnah anwenden
Ein weiterer Programmpunkt war ein internes KI-Projekt, das den sicheren und praxisnahen Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Unternehmen voranbringt.
Von Mario aus der Kundenbetreuung wurde eine Ginzinger-Plattform vorgestellt, die den zentralen Zugang zu KI-Werkzeugen ermöglicht und gleichzeitig Anforderungen an Datenschutz und Vertraulichkeit berücksichtigt. Damit entsteht eine flexible Grundlage, um Wissen besser zu nutzen, Abläufe zu unterstützen und künftige Automatisierungen vorzubereiten.
Erste Anwendungen wurden bereits erfolgreich getestet, der weitere Ausbau erfolgt nun schrittweise entlang konkreter Anforderungen aus den Fachbereichen.