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Hochfrequenztechnik-Maturaprojekt bei Ginzinger electronic systems

Wie viel technisches Knowhow und Eigeninitiative in einem Maturaprojekt stecken kann, zeigt Pia aus der 5. Klasse der HTL Braunau. Sie hat ein ein anspruchsvolles Projekt aus dem Bereich Hochfrequenzmesstechnik erfolgreich umgesetzt.

Pia Humer aus der 5. Klasse AHET (Fachrichtung Elektrotechnik) der HTL Braunau hat im Schuljahr 2025/2026 im Rahmen ihrer Diplomarbeit in der Elektronikentwicklung bei Ginzinger electronic systems ein anspruchsvolles Projekt aus dem Bereich Hochfrequenzmesstechnik erfolgreich umgesetzt.

Projekt Hochfrequenztastkopf

Im Zentrum von Pias Arbeit stand die Entwicklung eines Hochfrequenztastkopf. Dieses spezielle Messwerkzeug ermöglicht es, elektrische Signale direkt aus einer Schaltung abzunehmen und möglichst unverfälscht an ein Oszilloskop weiterzuleiten.

Was einfach klingt, ist in der Praxis hochkomplex: Während herkömmliche Tastköpfe bei niedrigen Frequenzen zuverlässig arbeiten, stoßen sie bei hohen Frequenzen schnell an ihre Grenzen, da Signale unscharf oder verfälscht werden. Hier setzt der Hochfrequenztastkopf an. Durch gezielte Anpassungen, wie eine sehr geringe Kapazität und eine exakte Impedanzanpassung, können auch extrem schnelle Signale präzise gemessen werden. 

Pias Ziel: eine saubere Messung bis in den Gigahertz-Bereich. Ein Meilenstein ihres Projekts war schließlich die erfolgreiche Erfassung von Signalen bis zu 1,5 GHz.

Wenn Leidenschaft auf Praxis trifft

Pia beschäftigt sich auch in ihrer Freizeit intensiv mit Elektronik und entwickelt eigene Platinen. Anfang 2025 wandte sie sich an Ginzinger, um ihr Maturaprojekt gemeinsam mit einem Unternehmen umzusetzen. Aus der Entwicklungsabteilung erhielt sie mehrere Projektvorschläge, aus denen sie sich schließlich für das Thema Hochfrequenztastkopf entschied. Seit Projektstart stand sie für Abstimmungen und technische Rückfragen in engem Austausch mit der Ginzinger Elektronikentwicklung.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor war für Pia dabei die Zusammenarbeit: Unkompliziert, unterstützend und praxisnah. „Es war sehr entspannt. Ich konnte jederzeit Fragen stellen und habe immer Hilfe bekommen“, beschreibt sie die den Projektablauf. Neben der fachlichen Unterstützung ergeben sich auch Vorteile, die über das Projekt hinausgehen. So erhielt Pia beispielsweise die Möglichkeit, an Wettbewerben teilzunehmen. Das ist bei vielen Unternehmen aus Datenschutzgründen nicht selbstverständlich.

Arbeiten mit Profi-Equipment

Besonderes Highlight war für Pia die Arbeit mit professioneller Messtechnik. Vor allem das High-End-Oszilloskop bei Ginzinger blieb in Erinnerung, dass sie augenzwinkernd als „Ferrari unter den Messgeräten“ bezeichnet.

Während viele Maturaprojekte in Teams umgesetzt werden, hat Pia ihr Projekt eigenständig realisiert. Diese Selbstständigkeit, kombiniert mit technischem Interesse und Ausdauer, spiegelt sich auch im Ergebnis wider. Auf die Frage, ob sie ein solches Projekt weiterempfehlen würde, ist ihre Antwort klar: „Auf jeden Fall! Mein wichtigster Tipp: Man sollte darauf achten, dass die persönliche Ebene passt und man gut miteinander arbeiten kann.“

Das Diplomprojekt von Pia zeigt, wie wertvoll die Zusammenarbeit zwischen der HTL Braunau als Ausbildungsstätte und Unternehmen ist. Praxisnahe Aufgabenstellungen, Zugang zu professioneller Infrastruktur und der direkte Austausch mit erfahrenen Entwickler:innen schaffen ideale Voraussetzungen für nachhaltiges Lernen.

Wir nehmen nicht alle.
Nur die Besten.
Dich.