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Ein Sommer bei Ginzinger: HTL Schüler:innen geben Einblicke in ihr Praktikum
(vl: Tobias, Jonas, Judith)
Diesen Sommer unterstützten uns wieder einige Schüler:innen der HTL Braunau in unterschiedlichen Bereichen unseres Unternehmens und sammelten praktische Erfahrungen. Von der Hard- und Softwareentwicklung über Qualitätssicherung und Produktion bis hin zu Künstlicher Intelligenz. Im Interview erzählen Mark, Lilly, Alex, Judith, Jonas und Tobias von ihren Aufgaben, neuen Erfahrungen und davon, was sie aus ihrem Sommer bei Ginzinger mitnehmen.
Warum habt ihr euch für ein Ferialpraktikum bei Ginzinger entschieden?
Lilly: In der 4. Klasse der HTL Braunau hatten wir die Möglichkeit, an einem Mentoring-Programm teilzunehmen und dafür ein Wunschunternehmen anzugeben. Meine Lehrerin schlug mir Ginzinger electronic systems vor. Nachdem ich mich näher über das Unternehmen informiert hatte, fand ich besonders die Kombination aus Hard- und Software spannend.
Über das Programm kam ich mit meiner Mentorin Tanja Ginzinger in Kontakt und konnte bei mehreren Treffen während des Schuljahres bereits unterschiedliche Bereiche kennenlernen. Daraus ergab sich schließlich auch die Möglichkeit, mein Ferialpraktikum bei Ginzinger zu absolvieren – und zwar genau in jenen Bereichen, die mich besonders interessierten.
Jonas: Für mich waren die Regionalität, der gute Ruf und Empfehlungen aus meinem Umfeld ausschlaggebend. Außerdem hat mich das technische Tätigkeitsfeld interessiert.
Tobias: Für die Schule ist ein mindestens vierwöchiges Pflichtpraktikum vorgesehen. Für mich war das eine gute Gelegenheit, praktische Erfahrung zu sammeln, den Arbeitsalltag in einem Elektronikunternehmen kennenzulernen – und natürlich auch mein eigenes Geld zu verdienen.
Woran habt ihr während eurer Zeit bei Ginzinger gearbeitet?
Mark: Meine Aufgaben waren eine Mischung aus Hard- und Software. Ich habe an der Automatisierung der Messmittelüberwachung sowie an Softwaretools für den Prüfmittelbau und für EMV-Messungen gearbeitet. Ein weiteres Projekt war die Inbetriebnahme eines Displays mit einem Mikrocontroller.
Lilly: Mein Praktikum war bewusst breit aufgebaut. Ein Schwerpunkt war die Qualitätssicherung, wo ich selbst Bauteilprüfungen durchführen durfte. Außerdem bekam ich Einblicke in Qualitätsmanagement, Logistik, Wareneingang, Montage, Reparaturservice und Inbetriebnahme. Nach einer Einführung durfte ich in den einzelnen Bereichen auch selbst mitarbeiten und Dinge ausprobieren.
Alex: Mein Projekt beschäftigte sich mit Künstlicher Intelligenz. Da ich an der HTL den Zweig „Coding & AI“ besuche, konnte ich Wissen aus dem Unterricht erstmals intensiv in der Praxis anwenden.
Tobias: Mein Arbeitsplatz war ebenfalls in der Produktion. Zu meinen Aufgaben gehörten das Bestücken von Leiterplatten und verschiedene Tests. So konnte ich selbst miterleben, welche Arbeitsschritte notwendig sind, bis eine Leiterplatte fertig für den weiteren Einsatz ist.
Was konntet ihr aus der Schule anwenden? Was war für euch neu?
Alex: KI hatten wir in der Schule bisher hauptsächlich theoretisch behandelt. Bei Ginzinger habe ich gelernt, wie man eine eigene KI-Infrastruktur aufbaut – vom praktischen Umgang mit lokal gehosteten Large Language Models bis hin zu RAG-Pipelines. Besonders interessant war zu sehen, wie verschiedene KI-Bausteine zu einem ganzen System verbunden werden.
Mark: Bei Mikrocontrollern hatte ich bereits Vorwissen, bisher aber hauptsächlich mit ESP-Mikrocontrollern gearbeitet. Bei Ginzinger konnte ich erstmals intensiver mit STM-Mikrocontrollern arbeiten und lernen, wie man diese programmiert und konfiguriert.
Judith: Viele Fachbegriffe und elektronische Bauteile kannte ich bereits aus der Schule. Neu war für mich vor allem, wie komplex der gesamte Fertigungsablauf ist und wie viele Arbeitsschritte automatisiert ablaufen – zum Beispiel das Löten.
Was nehmt ihr aus eurem Praktikum mit? Was empfehlt ihr anderen, zukünftigen Praktikanten?
Lilly: Ich nehme vor allem die Einblicke in die unterschiedlichen Abteilungen mit. Weil ich vieles selbst ausprobieren konnte, weiß ich jetzt auch besser, welche Bereiche mich besonders interessieren. Ich kann anderen nur empfehlen: Nehmt euch so viel wie möglich aus der Praktikumszeit mit! Seid offen und fragt nach – egal, ob ihr etwas nicht versteht oder einfach genauer wissen wollt, wie etwas funktioniert.
Alex: Ich habe gelernt, verschiedene KI-Tools nicht nur einzeln zu betrachten, sondern sie zu einem gesamten System zu kombinieren. Dadurch konnte ich viele technische Konzepte besser verstehen.
Jonas: Neben der praktischen Erfahrung nehme ich vor allem etwas für mein Zeitmanagement und die Organisation meiner eigenen Arbeit mit. Wichtig: Einfach bewerben, sich reinhängen und offen sein. Und wenn man etwas nicht weiß: nachfragen! Die Leute helfen gerne weiter und nehmen sich die Zeit, Dinge zu erklären und zu zeigen.
Vielen Dank für eure Einblicke und euren Einsatz bei Ginzinger!