25.08.2021 | Aktuelles

Happy Birthday - 30 Jahre Linux

Happy Birthday - 30 Jahre Linux

Das Fundament der digitalen Gesellschaft wird 30

 

Am 25. August 1991 schrieb der finnische Student Linus Torvalds, er arbeite als Hobby an einem freien Betriebssystem, dass „nicht groß und professionell“ wird. Damit hat er sich gewaltig geirrt.

Jetzt, dreißig Jahre später, laufen nicht nur rund 80 Prozent aller Smartphones auf Linux: In jedem modernen Auto und anderen unzähligen Geräten, von der Obstwaage im Supermarkt bis zum W-LAN Router daheim, läuft Linux.  Aus über 31,5 Millionen Programmierzeilen soll Linux aktuell bestehen. 

Seine ursprüngliche Anwendung hätte Linux damals in den stark verbreiteten PCs finden sollen. Diese waren mit x86 Chips von Intel bestückt. Darauf hatte sich aber bereits Microsoft mit seinem MS Dos und Windows durchgesetzt.

 

Und dennoch laufen heute sämtliche Hochleistungsrechner der Welt, sowie fast alle Smartphones mit der Software von Linux, da das System das Fundament für Googles Android bildet. Warum ist das so? Torvalds festgelegte Architektur war schon damals im Prinzip dafür geeignet, unabhängig von der vorhandenen Hardware als Betriebssystem eingesetzt zu werden.

Diese Flexibilität ist der Grund für die starke Verbreitung.  Lediglich bei der Plattform, für die Linux ursprünglich erfunden wurde, spielt es eine untergeordnete Rolle. Bei den gewöhnlichen Desktoprechnern konnte sich Linux nie durchsetzen. Das hängt vor allem mit der früher recht komplizierten Installationsweise sowie den fehlenden Anwendungen für Linux, wie man sie aus der Windows- oder Mac-Welt kannte, zusammen.  

Linux war im Gegensatz zu anderen, kommerziellen Software-Plattformen schon immer „frei“. Frei von Kosten, frei von Lizenzierungen. Dies förderte dessen Verbreitung ungemein. Auch frühe technische Grundsatzentscheidungen Torvald’s und seines Teams, die sich rückblickend als goldrichtig erwiesen haben, trugen zum enormen Erfolg bei. Etwa der Einbau des Internet-Protokolls „TCP/IP“. Hier erkannte Torvalds schon früh das Potential des Internets.

Obwohl er und seine Mitstreiter anfangs auf Widerspruch stießen und viele sich nicht vorstellen konnten, wie verteiltes Programmieren gelingen soll, funktioniert das System. Die Idee, Softwarequellcode nicht als Betriebsgeheimnis anzusehen, für die Community offenzulegen und bereitzustellen, um es kontinuierlich zu ergänzen und verbessern, fand großen Anklang. Auch Big Player wie etwa Microsoft setzen Linux heute bei einigen Cloud-Anwendungen ein. Torvalds selbst ist nach wie vor als führender Entwickler des Linux-Betriebssystemkerns (Kernel) aktiv.

 

Ginzinger electronic systems setzt ebenfalls seit über zehn Jahren auf Linux als Betriebssystemplattform für maßgeschneiderte und anspruchsvolle elektronische Kundenprodukte. Der Einsatz des leistungsfähigen Betriebssystems in der Ginzinger Linux Distribution GELin vereinfacht dabei die Entwicklung, Wartung und den Support von Embedded Systemen.
Darüber hinaus wirkt Ginzinger aktiv an der Weiterentwicklung des Linux Systems mit.

 

Weiterführende Links zum Thema:

https://www.ginzinger.com/de/techtalk/artikel/10-jahre-gelin-168/

https://www.ginzinger.com/de/techtalk/artikel/die-tslib-story-227/

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