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Neue Anforderungen aus dem "Consumer Umfeld" steigern die Komplexität von eingebetteten Systemen immer weiter, hinzu kommt ein überhitzter Bauteilemarkt.

In diesem White Paper stellen wir Ihnen drei Wege vor, die zu einer erfolgreichen und robusten Embedded-Plattform führen.

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17.02.2016 | Fachthema

Interview - Embedded Linux in der Medizintechnik

Verwendete Tags:
Elektronik
Embedded Linux
Embedded System
Technik
Medizintechnik
Dentalmedizin

Interview - Embedded Linux in der Medizintechnik

Sicher und zuverlässig

Frau Ing. Schnaitl, warum setzt W&H Dentalwerk erstmals das Betriebssystem Embedded Linux ein?

Ing. Schnaitl: „Diese Entscheidung hängt eng mit den Wünschen unserer Kunden zusammen.

Ganz konkret: Das Piezomed SA-320 – seit zwei Jahren auf dem Markt – ist eines unserer ersten Geräte mit einem graphischen User-Interface. Und damit dieses Display überhaupt funktioniert, brauchen wir ein Betriebssystem. Bei der Wahl, welches Betriebssystem wir einsetzen, entschieden wir uns für Embedded Linux.“

 

Ing. Schnaitl - W&H Dentalwerk

Ing. Schnaitl - W&H Dentalwerk

Was spricht für Embedded Linux und warum verfügt das Piezomed SA-320 über ein graphisches Display?

Ing. Schnaitl: „Ich beantworte zuerst den zweiten Teil Ihrer Frage. Wie schon erwähnt, decken wir mit diesem Tool einen immer stärker wachsenden Kundenwunsch ab. Graphische User-Interfaces sind heute in vielen Geräten integriert, Stichwort Automobil- oder Consumerindustrie.

Nun zum ersten Teil der Frage. Embedded Linux hat aus unserer Sicht den entscheidenden Vorteil, dass mit einem einzigen Betriebssystem viele verschiedene technische Anforderungen, Schnittstellen, Abläufe, USB- und Ethernet-Anbindungen, umgesetzt werden können. Embedded Linux vereinfacht diese Abläufe. Darin liegt der entscheidende Vorteil.“

 

Werden neben dem Piezomed SA-320 weitere Geräte mit einem Embedded-Linux-Betriebssystem ausgestattet?

Ing. Schnaitl: „Nach den vielen positiven Reaktionen unser Kunden zum User-Interface für das Piezomed SA-320 laufen derzeit die Entwicklungsarbeiten für ein weiteres Gerät, das mit Embedded Linux läuft und noch heuer auf den Markt kommen wird.“

 

Die Embedded-Linux-Lösungen stammen von Ginzinger electronic systems. Haben Sie auch daran gedacht, diese Leistungen hausintern, also mit einer eigenen Entwicklungsabteilung, abzudecken?

Ing. Schnaitl: „Nein, das war für uns nie ein Thema. Dafür fehlen uns das technische Know-how und auch die personellen Ressourcen. Es stand von Anfang an fest, dass wir Embedded-Linux-Lösungen außer Haus entwickeln lassen.“

 

Mit Embedded Linux entsteht grundsätzlich eine wesentlich engere Vernetzung zwischen allen Beteiligten. Schafft diese enge Vernetzung nicht auch eine gegenseitige Abhängigkeit?

Ing. Schnaitl: „Da haben Sie recht. Das haben wir auch diskutiert. Aber die immer stärker werdende Digitalisierung und Vernetzung der Unternehmen mit den Lieferanten und Kunden führt zwangsläufig dazu, dass jedes Unternehmen gewisse Verantwortlichkeiten und Aufgaben aus der Hand geben muss. Diese Einstellung gehört schon lange zur Unternehmensphilosophie von W&H Dentalwerk.“

 

Ist dann Vertrauen ein zentraler Teil einer Zusammenarbeit?

Ing. Schnaitl: „Vertrauen spielt die zentrale Rolle. Und wer sich für Embedded Linux entscheidet, muss das berücksichtigen. Ohne gegenseitiges Vertrauen kann es nicht funktionieren. Aber das gilt ja für alle Bereiche, wo Menschen miteinander arbeiten und zusammenleben.“

 

Danke für das Gespräch.

Ing. Carina Schnaitl / Entwicklungsabteilung / W&H Dentalwerk Bürmoos

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